Hausnebenkostenabrechnung

Die richtige und rechtssichere Abrechnung ist die Grundlage einer effizienten Verwaltung und einer funktionierenden Kommunikation mit Ihren Mietern und Eigentümern. Eine Abrechnung muss auch vor Gericht Bestand haben, damit Sie als Vermieter notfalls die Ihnen entstandenen Kosten einklagen können.

Gesetzeslage

Unter Hausnebenkosten versteht man wiederkehrende Kosten Ihrer vermieteten Immobilien, die im Rahmen des Unterhalts des Gebäudes oder Grundstücks entstehen. Die Hausnebenkosten müssen dabei nicht immer in der gleichen Höhe oder jährlich anfallen. Auch Kosten wie etwa die Eichung der Kaltwasserzähler im Sechs-Jahres-Turnus zählen zu den Betriebskosten. Welche Betriebskosten im Einzelnen dazugehören, wird innerhalb des Wohnraummietrechts in der Aufzählung des § 2 der Betriebskostenverordnung (BetrKV) dargestellt. Diese definiert die Kosten, die Hauseigentümer an ihre Mieter weitergeben dürfen. Umlagefähig sind z.B.: die Kosten für Wasser und Abwasser, die Grundsteuer, die Betriebskosten für Aufzüge etc.

Unser Angebot

Für jede Nutzeinheit Ihrer Liegenschaft erstellen wir eine separate Hausnebenkostenabrechnung, die sämtliche Kosten und Verteilschlüssel darstellt. Die Kostenverteilung ist transparent und für jede Nutzeinheit leicht nachvollziehbar.

Die Abrechnung durch uns als neutralen Partner schafft Vertrauen und reduziert Nachfragen seitens Ihrer Nutzer. Die Abrechnungsgrundlagen passen wir kontinuierlich neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen an. Somit können Sie sicher sein, dass die Hausnebenkostenabrechnung den formellen gesetzlichen Anforderungen voll und ganz entspricht.

Darauf sollten Sie achten

Die Umlage der Hausnebenkosten auf Ihre Mieter muss ausdrücklich im Mietvertrag vereinbart werden. Sofern Sie keine Vereinbarung getroffen haben, gelten die Hausnebenkosten als bereits in der Miete enthalten. Die Umlagevereinbarung in Ihrem Mietvertrag kann die einzelnen Hausnebenkosten entweder namentlich nennen oder auf die Aufzählung in § 2 der Betriebskostenverordnung verweisen.


FAQ

Nach § 35a EStG können Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen zu einer Steuerermäßigung führen.

Eine Abzugsfähigkeit ergibt sich dabei u.a. für folgende Bereiche:

  • Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse geringfügig Beschäftigter (Minijob), Steuerermäßigung 20%, höchstens 510,00 €, § 35a Abs. 1  EStG
  • Aufwendungen für haushaltsnahe Handwerkerleistungen, Steuerermäßigung 20 %, höchstens 1.200,00 €, § 35a Abs. 3 S.1 EStG
  • Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse Sozialversicherungspflichtiger, Steuerermäßigung 20%, höchstens 4.000,00 €, § 35a Abs. 2 S. 1 EStG

Aufgrund des Anwendungsschreibens des Bundesfinanzministeriums vom 03.11.2006 zu § 35a EStG sollen auch Mieter oder Wohnungseigentümer die auf sie entfallenden Arbeitskostenanteile steuerlich geltend machen können, wenn diese in der Jahresabrechnung gesondert ausgewiesen werden oder durch eine Bescheinigung des Verwalters oder Vermieters nachgewiesen sind. Zur Erfüllung der Anforderungen der Mieter beziehungsweise zur steuerlichen Geltendmachung eigener Kostenanteile bei Wohnungseigentum können wir einen Ausweis der Arbeitskosten der haushaltsnahen Dienstleistungen/Handwerkerleistungen im Zusammenhang mit unserer Abrechnungserstellung für Sie durchführen. Für den Bereich der Heizkostenabrechnung sind dies beispielsweise Wartungs- und Schornsteinfegerkosten. Voraussetzung dafür ist, dass Sie uns diese Kosten aufgeteilt nach Arbeitskosten (Lohn- und Fahrtkosten) und Materialkosten auf den Ihnen zur Verfügung gestellten Kostenformularen angeben. Bitte beachten Sie dabei, dass Sie uns die jeweiligen Bruttokosten angeben, da die Ausweisung unter Berücksichtigung der jeweiligen Umsatzsteuer erfolgt.

Grundsätzlich können Sie den Verteilerschlüssel der Hausnebenkosten frei in Ihrem Mietvertrag bestimmen. Sofern im Mietvertrag nichts anderes vereinbart ist, sind die Hausnebenkosten nach dem Anteil der Wohn-/Nutzfläche umzulegen. Eine Ausnahme besteht bei einer verbrauchsabhängigen Erfassung der Nebenkosten wie etwa bei den Heiz-, Warmwasser- und Kaltwasserkosten.

Grundsätzlich können Sie den Verteilerschlüssel der Betriebskosten frei in Ihrem Mietvertrag bestimmen. Sofern im Mietvertrag nichts anderes vereinbart ist, sind die Betriebskosten nach dem Anteil der Wohnfläche umzulegen. Eine Ausnahme besteht bei einer verbrauchsabhängigen Erfassung der Nebenkosten wie z. B. bei den Heiz-, Warmwasser- und Kaltwasserkosten.

Die Umlage der Betriebskosten auf Ihre Mieter muss ausdrücklich im Mietvertrag vereinbart werden. Die Umlagevereinbarung in Ihrem Mietvertrag kann die einzelnen Betriebskosten entweder namentlich nennen oder auf die Aufzählung in § 2 der Betriebskostenverordnung verweisen.

Sie können die Übernahme der Betriebskosten entweder als eine monatliche Betriebskostenpauschale oder -vorauszahlung zuzüglich zur Miete vereinbaren.

Nicht alle Kosten, die in Ihrer Liegenschaft entstehen, sind umlagefähig. Reparaturkosten jeglicher Art oder Ersatzteilkosten dürfen nicht an Ihre Mieter weitergegeben werden. Auch Verwaltungskosten zählen nicht zu den Hausnebenkosten.

Die Umlage der Hausnebenkosten auf Mieter muss ausdrücklich im Mietvertrag vereinbart werden. Sofern keine Vereinbarung getroffen wurde, gelten die Hausnebenkosten als bereits in der Miete enthalten. Die Umlagevereinbarung im Mietvertrag kann die einzelnen Hausnebenkosten entweder namentlich nennen oder auf die Aufzählung in § 2 der Betriebskostenverordnung verweisen.

Im Wohnraummietrecht müssen Sie innerhalb von zwölf Monaten nach Ende der Abrechnungsperiode die vom Mieter geleisteten Betriebskostenvorauszahlungen abrechnen und zugestellt haben. Wird diese Frist versäumt, verlieren Sie nach § 556 Abs. 3 BGB den Anspruch auf etwaige Nachforderungen.