Überarbeitung der Trinkwasserverordnung - Das ändert sich für Sie

Der Gesetzgeber hat 2017 die nationale Trinkwasserverordnung überarbeitet. Ausgehend von einer Aktualisierung der EG-Trinkwasserrichtlinie wurden die Mindestanforderungen an die Überwachungsprogramme für Trinkwasser und die Spezifikationen für die Analyseverfahren aktualisiert, um dem wissenschaftlichen und technischen Fortschritt Rechnung zu tragen.
Weitere Änderungen dienen der Klarstellung und dem Verbraucherschutz oder ergeben sich aus Erfahrungen mit dem Vollzug der Trinkwasserverordnung.
Am 9. Januar 2018 ist nun die neue Trinkwasserverordnung in Kraft getreten.
Für Sie als Inhaber einer Trinkwasseranlage sind folgende neue Inhalte relevant:
  • Änderung der Meldepflicht: Ein Befund von mehr als 100 koloniebildenden Einheiten (KBE) bei einer orientierenden Untersuchung oder einer Nachuntersuchung muss nun unverzüglich direkt durch das Labor an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet werden (siehe § 15a Absatz 1 TrinkwV (neu)). Bisher war die Zuständigkeit hierfür nicht gesetzlich geregelt und bei BRUNATA-METRONA als optionale Dienstleistung erhältlich.
  • Erweiterung unserer Dienstleistung: Meldet das Labor nicht (im Falle einer unproblematischen Nachuntersuchung), veranlasst BRUNATA-METRONA die Meldung kostenpflichtig an das Gesundheitsamt. Diese Meldung wird neuer Bestandteil unserer Standardleistung in der Trinkwasseranalyse. Ziel ist es Sie zu entlasten und sicherzustellen, dass die Meldungen korrekt und in den vorgegebenen Fristen das Gesundheitsamt erreichen.
  • Erstbeprobung bei Neubauten: Bei einer ab dem 9. Januar 2018 neu in Betrieb genommenen Wasserversorgungsanlage ist die Erstbeprobung innerhalb von drei bis zwölf Monaten nach Inbetriebnahme durchzuführen (siehe § 14 Abs. 6 TrinkwV).