Vom Bedarf zum Gebäude –

Wie flexible Wohnkonzepte das Wohnen der Zukunft prägen

Mit Experten-Insights von Markus Joppich, RTLL Lewerenz Holding AG

Wie wollen wir in Zukunft wohnen? Die Antwort darauf verändert sich rasant, denn der demografische Wandel, steigende Energiepreise, Individualisierung und neue Lebensmodelle setzen die Wohnungswirtschaft unter Druck. Starre Lösungen von gestern reichen nicht mehr.

„Wir brauchen den Mut, Bestehendes zu hinterfragen und neue Perspektiven zu entwickeln."
– Markus Joppich, RTLL Lewerenz Holding AG

Die Herausforderungen sind groß: Schon heute sind 24% der Deutschen älter als 65, während die Mieten und Energiekosten immer weiter steigen. Familien, Singles, Senioren – alle erwarten mehr Flexibilität, mehr Gemeinschaft, mehr Nachhaltigkeit.

Modernes Bürogebäude von außen

Wohnbedürfnisse im Wandel – Lebensphasen und Flexibilität

Was erwarten Menschen heute von ihrem Zuhause? Individualität, Gemeinschaft, Sicherheit und vor allem Anpassungsfähigkeit. Die klassischen Lebensphasen verschwimmen dabei. Junge Singles, Patchwork-Familien, Senioren-WGs und Mehrgenerationenhäuser – alles findet heute mehr und mehr unter einem Dach statt.

Fakt: In deutschen Städten leben bereits über 15% der Menschen in alternativen Wohnformen, Tendenz steigend.

Warum also immer noch Wohnungen bauen, die nur einer Zielgruppe passen?

Markus Joppich RTLL Lewerenz Holding AG

„Flexibilität statt starrer Gebäudetypen! Wer heute baut, muss an morgen denken – vom Single bis zur Großfamilie, vom eigenständigen Leben bis zur Pflege."

Markus Joppich
RTLL Lewerenz Holding AG

Doch wie entsteht diese Flexibilität in der Praxis?

Damit Wohnkonzepte wirklich generationenübergreifend, anpassbar und nachhaltig funktionieren, braucht es mehr als kreative Grundrisse. Erst das Zusammenspiel aus gesellschaftlichem Denken, intelligenter Architektur und moderner Technik ermöglicht Wohnräume, die mit ihren Bewohnern wachsen und sich wandeln können.

Drei Bausteine für zukunftsfähige Wohnformen

Gesellschaft & Philosophie, Bauweise & Architektur, Technik & Assistenzsysteme müssen zusammenspielen, um wirklich flexible, inklusive und nachhaltige Wohnkonzepte zu schaffen.

Mehr Miteinander: Inklusive und generationenübergreifende Wohnkonzepte

Was passiert, wenn Jung und Alt, Familien und Singles, Menschen mit und ohne Pflegebedarf unter einem Dach leben? Soziale Durchmischung schafft Lebensqualität und Resilienz – nicht nur für die Bewohner, sondern für ganze Stadtteile.

Praxisbeispiel:
Im Projekt Leipzig Kuchengartenstraße wohnen Studierende Tür an Tür mit Senioren, Kinder spielen im Innenhof, ein Hospiz und eine Kita teilen sich das Erdgeschoss – mitten in der Stadt, nicht am Rand.

„Mischnutzung bringt Lebensqualität und Resilienz – so entstehen Quartiere, die langfristig funktionieren und auch gesellschaftlichen Wandel abfedern."

Markus Joppich
RTLL Lewerenz Holding AG

Oma und Enkelkind sitzen auf einem Sofa und schauen in ein Tablet.

Neugierig, wie Architektur, Technik und neue Geschäftsmodelle diese Ideen ermöglichen?

Im nächsten Abschnitt zeigen wir, warum modularer Bau, smarte Technik und Energiekonzepte den entscheidenden Unterschied machen

Architektur & Bauweise neu denken – Modularität als Schlüssel

Warum setzen flexible Wohnkonzepte auf Modularität?

Weil die Zukunft nicht aus starren Grundrissen besteht! Modulare Bauweise bedeutet: Gleiche Wohnung, verschiedene Lebensphasen. Ob Single, Familie, Senior oder WG – Grundrisse und Räume lassen sich durch Add-ons anpassen, ohne aufwendige Umbauten.

Mann stützt sich auf einen Tisch, auf dem ein Grundriss liegt.

Die Vorteile auf einen Blick:

VorteilNutzen für Bewohner, Betreiber & Bauherren
Schnellere BauzeitBis zu 50% weniger Bauzeit durch Vorfertigung
Höhere QualitätFabrikfertigung = weniger Mängel, bessere Ergonomie
NachhaltigkeitWiederverwendbare Module, weniger Bauschutt
FlexibilitätRäume können umfunktioniert werden, z. B. Kinderzimmer wird zum Büro oder später zur barrierefreien Einheit

„Modularität erlaubt serielle, wirtschaftliche und skalierbare Bauprozesse – effizient, qualitätssicher und anpassbar für jede Generation."

Markus Joppich
RTLL Lewerenz Holding AG

Baustelle, auf der ein modernes Gebäude errichtet wird

Technik, Energie und Assistenzsysteme – Die Toolbox für flexible Gebäude

Wie wird aus einer normalen Wohnung ein flexibler Lebensraum?

Die Antwort liegt in smarter, nachrüstbarer Technik. Digitale Assistenten, modulare Plug-in-Systeme, Energie-Flatrates und KI-gestützte Sensorik sorgen dafür, dass sich Wohnräume jederzeit an neue Bedürfnisse anpassen lassen.

So steigern beispielsweise Sturzsensoren, Notrufsysteme oder ein digitales Gesundheitsmonitoring die Sicherheit – nicht nur für ältere Menschen, sondern für alle, die auf Unterstützung im Alltag setzen möchten. Für mehr Komfort sorgen sprachgesteuerte Licht- und Heizungssteuerungen, die den Alltag einfacher und barrierefreier machen. Moderne Gebäude werden durch Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Stromspeicher zunehmend autark und bieten dabei den Bewohner sogar die Möglichkeit, Energiekosten durch Flatrate-Modelle zu kalkulieren.

„Modularität erlaubt serielle, wirtschaftliche und skalierbare Bauprozesse – effizient, qualitätssicher und anpassbar für jede Generation."

Markus Joppich
RTLL Lewerenz Holding AG

Energie- und Technikausstattung auf einen Blick:

TechnikNutzenNachrüstbar?
PhotovoltaikEigenstrom, weniger Nebenkostenja
StrahlungsheizungEffiziente Wärme, Komfortja
Sensorik / KISicherheit, Pflegeassistenzja
Smart HomeBedienkomfort, Alltagshilfenja

Wirtschaftlichkeit, Investition & Zukunftsfähigkeit

Warum lohnt sich Flexibilität gerade jetzt?

Ganz einfach: Niemand kann heute mit Sicherheit sagen, welche Wohnformen oder Nutzungen in 20 Jahren gefragt sein werden. Wer bereits heute auf wandelbare Gebäude setzt, verschafft sich morgen entscheidende Vorteile und senkt gleichzeitig das Risiko für teuren Leerstand.

Das Prinzip des modularen Wohnens macht es möglich, Immobilien über den gesamten Lebenszyklus hinweg immer wieder neu zu nutzen:

  1. Ein Haus kann zunächst als klassisches Familienheim starten.
  2. Ziehen die Kinder aus, lassen sich Räume ohne großen Aufwand zu einem Büro oder einer Einliegerwohnung umgestalten.
  3. Später, wenn Barrierefreiheit wichtiger wird, kann das Gebäude erneut angepasst und mit Assistenzsystemen für das Alter ausgestattet werden.

Für Investoren und Betreiber ist diese Flexibilität bares Geld wert. Sie können ihre Immobilien schneller und an unterschiedliche Zielgruppen vermieten,
sparen teure Umbaukosten bei Nutzungswechseln und profitieren von planbaren Energie- und Betriebskosten.

„Gebäude müssen heute als lernende Systeme konzipiert werden – so bleiben sie wirtschaftlich, nachhaltig und attraktiv für Generationen."

Markus Joppich
RTLL Lewerenz Holding AG

Flexibilität ist der neue Standard – Warum nur wandelbare Wohnkonzepte Zukunft haben

Flexible Wohnkonzepte sind kein Luxus, sondern die Antwort auf eine Gesellschaft im Wandel. Markus Joppich zeigt, dass Architektur, Technik und soziale Durchmischung heute Hand in Hand gehen müssen, wenn wir lebenswerte und zukunftsfähige Quartiere schaffen wollen.

Modulare Bauweisen, smarte Nachrüstungen und durchdachte Energiekonzepte machen Gebäude anpassbar – für Singles, Familien, Senioren und alle dazwischen. So entsteht nicht nur mehr Lebensqualität für die Bewohner, sondern auch Investitionssicherheit für Eigentümer und Betreiber.

Familie vor einem Bungalow

„Wer Gebäude heute wandelbar, sozial und nachhaltig plant, baut die Quartiere von morgen – und profitiert auf allen Ebenen. Es ist Zeit, mutig umzudenken und die Potenziale moderner Bau- und Wohnkonzepte endlich auszuschöpfen."

Markus Joppich
RTLL Lewerenz Holding AG