Legionellenprüfung: Schützen Sie Ihre Mieter

Nach einer Änderung der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) zum 1. November 2011 ist zum 14. Dezember 2012 die Zweite Verordnung zur Änderung der TrinkwV in Kraft getreten. Eigentümer und Verwalter von Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen sind verpflichtet, alle drei Jahre ihre Großanlage zur Trinkwassererwärmung auf Legionellen zu überprüfen. Eine Erstbeprobung musste bis 31.12.2013 erfolgen. Ist der Laborbefund positiv, sind Wohnungseigentümer und Immobilienverwalter in der Pflicht: Je nach Kontaminationsgrad sind Maßnahmen zur Legionellenbeseitigung erforderlich und entsprechende Fristen einzuhalten.

Was sind Legionellen?
Legionellen sind Stäbchenbakterien und kommen nahezu überall im Süßwasser vor. Sie sind Auslöser von teilweise tödlich verlaufenden Lungenentzündungen und haben häufig ihre Brutstätten in Trinkwasseranlagen. Die Erkrankungen entstehen nicht durch den Kontakt mit durch Legionellen verunreinigtem Wasser, sondern durch das Einatmen von bakterienhaltigen Luft-Wasser-Gemischen, z.B. beim Duschen, durch Klimaanlagen oder in Whirlpools.

Untersuchung auf Legionellen
Das Gesundheitsministerium hat zum Schutz der Bewohner schärfere Kontrollen nahezu aller Warmwasserbereitungsanlagen angeordnet. Der Eigentümer hat dafür zu sorgen, dass geeignete Entnahmestellen für Trinkwasserproben vorhanden sind. Bei positivem Befund sind Wohnungseigentümer und Immobilienverwalter in der Pflicht: Je nach Kontaminationsgrad müssen Maßnahmen zur Legionellenbeseitigung unter Einbehaltung entsprechender Fristen vorgenommen werden.

Verstöße gegen die Trinkwasserverordnung
Ein Verstoß gegen die Pflichten der Trinkwasserverordnung gilt als Ordnungswidrigkeit und kann mit Bußgeldern bis zu 25.000 € geahndet werden. Betroffene Bewohner haben das Recht auf Schmerzensgeld oder Entschädigung zu klagen.