Gesetzeslage

Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) wurde erstmalig in Deutschland am 21. Mai 2001 verabschiedet und seitdem mehrfach überarbeitet - zuletzt 2017/2018.

Verpflichtende Maßnahmen

  • Eine Trinkwasserentnahme und die Prüfung auf Legionellen hat alle drei Jahre an mehreren repräsentativen Probenahmestellen (Vor- und Rücklauf der Trinkwasser-Erwärmungsanlage und an den entferntesten Stellen der Steigleitungen) zu erfolgen. (Untersuchungspflicht)
  • Im Fall einer Grenzwertüberschreitung (technischer Maßnahmenwert > 100 Koloniebildende Einheiten (KBE)/100ml) müssen exakt vorgeschriebene Maßnahmen durchgeführt werden (Melde- und Handlungspflicht)
  • Bewohnern von Mehrfamilienhäusern müssen aktuelle Informationen über die Qualität des bereitgestellten Trinkwassers zur Verfügung gestellt werden. Im Befundfall sind betroffene Bewohner umgehend zu informieren (Informationspflicht)
  • Untersuchungsbefunde müssen rechtssicher dokumentiert und über einen Zeitraum von 10 Jahren archiviert werden (Dokumentations- und Archivierungspflicht)

Wer ist betroffen?
Die Trinkwasserverordnung zielt primär auf vermietete Mehrfamilienhäuser und Gewerbeimmobilien ab. Die Trinkwasseranlagen dieser Gebäude mussten erstmalig bis zum 31. Dezember 2013 und in der Folge alle drei Jahre auf Legionellen untersucht werden.

Dies gilt für

  • Gebäude mit mehr als zwei Wohnungen, von denen mindestens eine vermietet ist
  • Liegenschaften mit Duschen oder anderen Einrichtungen, die zur Vernebelung von Wasser führen
  • Liegenschaften mit einer zentralen Großanlage zur Erwärmung des Trinkwassers
  • Warmwasserinstallationen mit über 400 Liter Speicherkapazität oder 3-Liter Rohrleitungsinhalt