CO₂-Preis 2027: Preiskorridor von 55 bis 65 Euro soll bleiben

Veröffentlicht am: 19.08.2026
Für Erdgas und Heizöl soll der CO₂-Preis 2027 im gleichen Rahmen bleiben wie 2026. Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf beschlossen, der erneut einen Preiskorridor von 55 bis 65 Euro je Tonne CO₂ vorsieht. Für Eigentümer, Vermieter und Immobilienverwaltungen schafft das zunächst mehr Planungssicherheit bei den Heizkosten.

EU-Emissionshandel startet erst 2028

Grund für die Regelung ist die Verschiebung des europäischen Emissionshandels für Gebäude und Verkehr, kurz EU-ETS 2. Er soll nun 2028 statt 2027 starten. Bis dahin bleibt der nationale Brennstoffemissionshandel bestehen.

Der Preis für die Zertifikate wird innerhalb der Spanne von 55 bis 65 Euro über Versteigerungen ermittelt. Die 65 Euro sind damit eine Obergrenze und kein fester CO₂-Preis.

Für die Heizkosten bedeutet das: Gegenüber einem CO₂-Preis von 55 Euro je Tonne kann Erdgas am oberen Ende des Korridors rechnerisch um rund 0,22 Cent je Kilowattstunde teurer werden. Bei Heizöl sind es rund 3,2 Cent je Liter. Die Werte enthalten bereits die Mehrwertsteuer. Da für 2027 derselbe Preiskorridor wie 2026 vorgesehen ist, kommt zunächst keine weitere Anhebung der gesetzlichen Preisgrenzen hinzu.

Mit dem CO₂-Kostenrechner lässt sich abschätzen, wie sich die CO₂-Kosten für eine Liegenschaft zwischen Vermieter und Mieter verteilen.

CO₂-Kosten bleiben Teil der Heizkostenabrechnung

Für Vermieter und Verwalter bleibt die CO₂-Kostenaufteilung relevant. Bei Wohngebäuden werden die CO₂-Kosten abhängig vom CO₂-Ausstoß des Gebäudes zwischen Vermieter und Mietern aufgeteilt. Je höher der spezifische CO₂-Ausstoß, desto größer ist in der Regel der Kostenanteil des Vermieters.

Die Aufteilung muss in der Heizkostenabrechnung berücksichtigt und ausgewiesen werden.

Ab 2028 soll der EU-ETS 2 den nationalen Brennstoffemissionshandel weitgehend ablösen. Damit dürfte sich die Preisbildung für CO₂ stärker am Markt orientieren. Für Eigentümer und Verwaltungen bleibt es daher sinnvoll, Energieverbrauch und CO₂-Kosten im Bestand im Blick zu behalten und Einsparpotenziale frühzeitig zu prüfen.