BRUNATA-METRONA @ Home

Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere – diese Erfahrung machte auch BRUNATA-METRONA Hürth. Als Corona die Schließung der Bürotüren erzwang, öffnete sich für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Tür zum Homeoffice. Eine Umfrage, die das Unternehmen nun durchgeführt hat, legt den Schluss nahe, dass die Heimarbeitsplätze viel mehr als eine temporäre Notlösung sein werden.
Knapp 100.000 Blatt Papier wurden bei BRUNATA-METRONA Hürth aufgrund von Home Office eingespart. (Foto: iStock.com/narvikk)

An der Befragung, die vom 12. Mai bis zum 18. Juni durchgeführt wurde, beteiligten sich mehr als 80 Prozent der knapp 500 Befragten. Deren Votum ist eindeutig: 83 Prozent sehen Homeoffice als sinnvolle Ergänzung zum Büro-Arbeitsplatz und arbeiten nach eigener Einschätzung zuhause effektiver. 44 Prozent können sich sogar vorstellen, dauerhaft im Homeoffice tätig zu sein. Nahezu alle (98 Prozent) erreichen nach eigener Einschätzung ihr normales Arbeitspensum.

„Diese Ergebnisse decken sich mit unseren Beobachtungen“, erläutert Geschäftsführer Oliver Geer. „Wir konnten auch in Zeiten des Lockdowns unser Geschäft ohne gravierende Einschränkungen fortführen.“ Mit dem neu aufgelegten Projekt #NeuesArbeiten werden die Erkenntnisse aus den letzten Monaten und die Ergebnisse der Umfrage genutzt, um eine neue Arbeitskultur zu etablieren.

Dabei gilt es, technische, organisatorische und rechtliche Herausforderungen zu meistern. So wird kräftig in mobile Hardware-Ausstattung investiert. Etwas erleichtert werden diese Investitionen durch Einsparungen bei den Druckern. Im Homeoffice wird bewusst deutlich digitaler gearbeitet – fast 100.000 Blatt Papier wurden seit Mitte März eingespart. Gleichzeitig gaben Dreiviertel der Befragten an, gut damit zurechtzukommen. Deshalb können geplante Neuanschaffungen von Druckern reduziert werden.

Auf der organisatorischen Seite wird man jetzt vorhandene Baupläne zur Erweiterung der bestehenden Bürofläche überdenken und stattdessen eine Flexibilisierung und Modernisierung der bestehenden Flächen in Angriff nehmen. „Wenn nicht mehr jeder Mitarbeiter einen festen Arbeitsplatz benötigt, müssen sowohl die Bürogrundrisse als auch die Ausstattung für die wechselnde Nutzung ausgelegt sein“, erklärt Oliver Geer.

Er weist zudem darauf hin, dass auch rechtliche Aspekte zu klären sind: „Wir sind bereits im Austausch mit dem Betriebsrat, um die Wünsche und Vorstellungen der Belegschaft zum Thema mobiles Arbeiten zu integrieren.“ Aktuell eruieren die einzelnen Abteilungen, wie sie sich zukünftig am effektivsten aufstellen. Im Anschluss wird die Geschäftsleitung gemeinsam mit dem Personalbereich und allen Fachbereichsleitern die Ergebnisse gesamtheitlich betrachten und erste Umsetzungsideen entwickeln.